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Content-Strategie für LinkedIn

Content-Strategie für LinkedIn

Wenn du eine Content-Strategie für LinkedIn entwickeln willst, musst du dir zunächst mit ein paar Fragen auseinandersetzen. Dann geht es an Finden, Sammeln und Erstellen der Inhalte. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du dabei vorgehen kannst, was wirklich wichtig ist und wo du vielleicht auch ein paar Abkürzungen nehmen kannst. 

Die Fragen, die du dir zu Beginn stellen solltest, lauten:

  • Was ist dein Ziel? Was willst du erreichen?
  • Wen willst du erreichen?
  • Wie viele und welche Ressourcen (Zeit, Geld) stehen dir zur Verfügung?

Aus der Arbeit mit meinen Kunden weiß ich, dass gerade diese Vorbereitung schwer fällt: Es geht ans Eingemachte, man muss ordentlich nachdenken, sich grundsätzlichen Fragen stellen und am Ende auch Entscheidungen treffen. 

  • Tipp: Unabhängig von deiner Content-Strategie empfehle ich bei LinkedIn aber auch durchaus, sich erst einmal mit dem Business-Netzwerk vertraut zu machen – zu schauen, welche Beiträge hier geteilt werden und welche Diskussionen stattfinden. Außerdem hilft es natürlich, erst eine Reihe von Kontakten gesammelt zu haben, damit eigene Beiträge auch mehr Leser*innen erreichen können.  

Was ist dein Ziel? Was willst du bei LinkedIn erreichen?

Ein Ziel kann zum Beispiel sein, ein Seminar bei LinkedIn vorzustellen und am Ende auch zu verkaufen. Oder es geht darum, ein Unternehmen bekannt(er) zu machen und als Unternehmens- oder auch Arbeitgebermarke zu präsentieren. Oder du möchtest dich selbst als Personenmarke etablieren. 


Keine Lust zu lesen? Dann schau dir mein Video zum Artikel bei YouTube an: 


Welche Zielgruppe willst du erreichen?

Dafür wirst du eine bestimmte Zielgruppe erreichen wollen. Wenn wir das Beispiel vom Seminar nehmen, soll ein bestimmter Kreis von Personen das Seminar besuchen und davor natürlich auch buchen. 

Hier kann die Zielgruppe ganz unterschiedlich sein: Wenn du zum Beispiel ein Seminar zur "Kundengewinnung bei LinkedIn" anbietest, kann es sich zum einen um die Zielgruppe "Selbständige und Solopreneure" handeln oder um die einer Person in einem Unternehmen, die das für die Mitarbeiter*innen einkaufen möchte. 

Die Ansprache wäre in diesem Fall also unterschiedlich. Das ist der Grund, warum es so wichtig ist, sich so genau mit den Zielpersonen auseinanderzusetzen. Neben der Arbeit mit der Persona-Methode empfehle ich auch das "Verfolgen" deiner Zielpersonen. 

Dabei begibst du dich an die Orte, an denen sich diese aufhalten – du gehst zum Beispiel in die gleichen Facebook-Gruppen, folgst ihnen auf Twitter oder besuchst deren Veranstaltungen. Dabei schaust du ihnen auf den Mund: Sammle Fragen, typische Sätze und Redewendungen! Der Satz "LinkedIn ist für mich wie ein Dschungel..." stammt von einer Kundin, die diesen Stoßseufzer in deiner Diskussion über LinkedIn losließ;-)

Je genauer du deine Zielperson(en) kennst, umso leichter kannst du folgende Fragen beantworten: 

  • Wie bewegt sich deine Person bei LinkedIn? 
  • Ist sie eher aktiv oder passiv unterwegs?
  • Gibt es Gruppen, die besonders interessant für sie sind? 
  • Was interessiert sie, welche Beiträge sprechen sie an, an welchen Diskussionen beteiligt sie sich? 
  • Was gefällt dieser Person? Was schreckt sie ab? 
  • Was könnten Bilder, Geschichten, Wörter sein, die sie sofort ansprechen und ihr Herz berühren? 

Keywords & Hashtags

Im Zusammenhang mit deiner Zielgruppe ist es auch wichtig, dass du dir Gedanken über Keywords und Hashtags machst. LinkedIn versucht ja über seinen Algorithmus, dir passende Personen, Beiträge vorzuschlagen – daher solltest du versuchen, bestimmte Keywords und Hashtags immer wieder in deinen Beiträgen unterzubringen. 

  • Arbeitsblatt: Zum Sammeln von Keywords kannst du gern mein Arbeitsblatt "50 Dinge über mich" benutzen. Bei der Arbeit mit meinen Kund*innen empfehle ich immer, erst einmal die beruflichen Keywords zu sammeln und dann den Blick zu weiten. Du kannst das Arbeitsblatt ganz vielfältig einsetzen, wie du hier lesen kannst

Sammeln von Ideen

Damit du bei deinen Inhalten aus dem Vollen schöpfen kannst, geht es nun ans Sammeln. Wichtig ist dabei: Nicht alle Inhalte müssen aus deiner Feder stammen! 

Der Autor Austin Kleon schreibt dazu im Vorwort seines Bestsellers "Steal like an artist!*": 

Your job is to collect good ideas. The more good ideas you collect, the more you can choose from to be influenced by.

Für das Sammeln und Entwickeln von Ideen und Inhalten empfehle ich dir daher folgende Vorgehensweise: 

  • Sammeln von Inhalten: Um systematisch mit den Inhalten umzugehen, empfehle ich meinen Kunden in der Regel eine Tabelle oder ein Board bei Trello, wo sie Link interessanter Artikel aus dem Netz sammeln können. Hier kannst du auch auch direkt hinterlegen, für welche Produkt oder welche Zielgruppe dies besonders interessant sein könnte und dir schon einmal einen Aufhänger bzw. eine Überschrift überlegen. Das können zum Beispiel Schlagworte wie "Lesetipp", "Event-Empfehlung", "Tool-Tipp" sein. Oder auch ein Beitrag, der etwas zu dir erzählt, oder einer, mit dem du gern eine Diskussion anstoßen möchtest. 

  • Entwickeln von Beitragsideen: Nachdem du dich ja sehr genau mit deiner Zielperson auseinandergesetzt hast, hast du bestimmt schon ein paar Ideen für mögliche Inhalte gefunden. Oft geht es um die Fragen, die sich deine Zielgruppe stellt – die du mit deinem Wissen oder deinen Methoden beantworten kannst. Oder du triffst mit einem Beitrag ins Herz, die diese auch gerade bewegt. Hier kannst du zum Beispiel mit Brainstorming arbeiten. Du wirst feststellen, dass sich aus einem Thema schnell viele weitere Themenideen entwickeln werden. 

  • Befragen deiner Zielgruppe: Für weitere Anstöße kannst du auch wieder deine Zielpersonen beobachten und zum Beispiel herausfinden, was diese in Gruppen besprechen oder sie auch selbst befragen. 

Entwickeln von Formaten

Bei der Entwicklung von Formaten geht es darum, dass du dir und deinen Leser*innen eine Orientierung bietest. Das muss nicht jedes Mal eine aufwendig entwickelte Idee sein, sondern kann auch wesentlicher schlichter gedacht sein. 

Nimm hier gern mein Beispiel mit den Hashtags. Diese nutze ich in einfachen Beiträgen bei LinkedIn immer gern, um den Inhalt eines Beitrags kurz einzuordnen: 

Bildschirmfoto 2021 07 22 um 12.08.48


Weitere Formate: 

Bei LinkedIn kannst du ja aus verschiedenen Beitragsformaten auswählen. Dazu gehören: 

Jedes Format bei LinkedIn hat seine eigenen Vorteile – so sind momentan Slider besonders beliebt, weil sie die Reichweite eines Beitrags enorm erhöhen können. Vor einiger Zeit war es wichtig, mit Videos präsent zu sein. Viel wichtiger ist es daher, dass du dir überlegst, welche Formate du für deine Zielgruppe entwickeln kannst. 

Beispiele für verschiedene Formate: 

Beratricks: Die Beraterin Marketa Burger, die Menschen 50+ bei der Jobsuche unterstützt, hat zum Beispiel das Format "Beratricks" entwickelt, in denen sie kleine Geschichten mit Illustrationen im immer selben Stil bebildert:

Beispiel Beratricks von Marketa Burger


Gezeichneter Wochenrückblick: Ein weiteres Beispiel ist der gezeichnete Wochenrückblick der Freiraumfrau Angelika Bungert-Stüttgen, die ihre Woche immer in einer Illustration zusammenfasst. Hier lässt sich auch sehen, wie das Format mit dem, was Angelika beruflich macht, einhergeht: 

Wochenrueckblick Angelika Bungert Stuettgen


Fragen stellen und Einblicke in deine Arbeit gewähren: Gerade wenn du in der Produktentwicklung bist, kannst du deine (potenziellen) Kund*innen mit auf die Reise nehmen. Lasse sie an deinen Gedanken teilhaben, stelle Fragen, zeige Einblicke in den Prozess. PS: In der nächsten Zeit werde ich dich mit auf die Reise nehmen – wenn du Lust hast, mich zu begleiten, folge mir einfach auf einem meiner Kanäle. 

Dos & Don´ts deiner Content-Strategie für LinkedIn

  • Done is better than perfcet! Auch wenn es erst einmal klein ist, fang an. Da es auch wichtig ist, eine solche Plattform erst einmal kennenzulernen, kannst du auch mit Likes und Kommentaren unter Beiträgen und Artikeln anderer Nutzer*innen starten. 

  • Mache eine Sache richtig und diese konsequent: Statt viele unterschiedliche Formate zu entwickeln, mache eine Sache – und ziehe diese durch. So wie Angelika oben mit ihrem Wochenrückblick. 

  • Alles nur geklaut! Auch mit der Kuration von Inhalten anderer Menschen kannst du deine Expertise zeigen. Schaffe dir dafür ein System, in dem du diese Sammeln und Aufbereiten kannst. 

  • Mach, was du liebst: ... und du wirst gut sein! Wenn du gern in eine Kamera sprichst, dann wähle diesen Kanal. Wenn du gern zeichnest, zeichne. Mache keine Sachen, nur weil sie Erfolg versprechen. 

  • Halte Rückschau: Schau dir regelmäßig an, was funktioniert hat und was nicht. Überlege, was du besser machen kannst. 

Buchtipps & Links: 


Bild: Marie Maerz/photocase.de

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