Blogartikel: Meine 3 Quick&Dirty-Tipps fürs Bloggen

Blogartikel: Meine 3 Quick&Dirty-Tipps fürs Bloggen

Wenn ich meine Kunden zu ihrer digitalen Kommunikationsstrategie berate, gehört in vielen Fällen ein Blog auf ihrer Website mit dazu. Ein Blog ergänzt dabei den statischen Bereich der Website, der Informationen über das Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen und Team zeigt. Wordpress unterscheidet hier zum Beispiel zwischen Beiträgen, also Blogartikeln, und Seiten.

Wenn es um den aktuellen Bereich auf einer Website geht, kommt es nicht darauf an, wie genau ich diesen benenne. So lässt er sich auch "News/Neues", "Aktuelles", "FAQ" oder "Magazin" betiteln - wobei natürlich ein "Magazin" umfangreicher sein sollte als ein eher knapp gefasster "Neues"-Bereich. Wichtig ist vielmehr, dass hier regelmäßig neue Inhalte eingestellt werden - wie oft das geschehen muss, hängt von deiner Zielsetzung und vor allem auch von deinen Ressourcen ab. 

Schreibend zum Experten werden!

Klar ist: Je öfter du deine Leser und damit potenziellen Kunden mit Artikeln rund um nützliche Tipps und Informationen versorgst, umso eher kommst du bei ihnen in den Fokus, machst dich bekannt und vertraut und sorgst so dafür, dass sie dich weiterempfehlen. Du machst dich schreibend zur Expertin!

Nun ist es aber leider nicht so, dass uns allen das Schreiben von Blogartikeln in die Wiege gelegt wurde. Vielen fällt das Verfassen von Texten schwer - und oft fehlt auch die Zeit, es gründlich zu lernen. 

Daher habe ich mich noch einmal mit den Fragen und Wünschen meiner Kunden auseinandergesetzt und euch aus diesen Erfahrungen meine Anleitung fürs Schreiben von Blogartikeln zusammengestellt. Wenn ihr anders vorgeht, Fragen oder Ideen habt, immer gern her damit!

Du brauchst einen Redaktionsplan

Damit du nicht unnötig Zeit und Energie in Texte steckst, die nicht zu deinem Thema gehören, brauchst du einen Plan - und zwar einen Redaktionsplan. Selbst wenn du nicht sofort einen ausgefeilten Plan für das gesamte Jahr hast, solltest du dir zumindest Gedanken darüber machen, welche Themen für deine (potenziellen) Kunden von Belang sind. Fürs erste ist es am besten, wenn du so oft wie möglich mit ihnen sprichst, dir ihre Fragen notierst und natürlich selbst überlegst, was interessant für diese sein könnte. 

  • Noch tiefer in die Wünsche und Bedürfnisse deiner Kunden eintauchen, kannst du, wenn du dich gründlich mit deinen Kundenprofilen (auch Persona, Wunschkunden, Avatare genannt) auseinandersetzt. Das ist aber ein längerer Prozess, der in der Regel Unterstützung braucht. 

Textideen für deine Blogartikel sammeln und sortieren

Deine Textideen kannst du zu Beginn auch erst einmal in einer Tabelle niederschreiben oder in Evernote sammeln. Immer, wenn dir eine neue Idee einfällt, schreib diese in deinen Plan, sammel Links dazu, Texte, die dir dazu noch auffallen, Stichworte. Achte auch darauf, welches Feedback du zu bereits veröffentlichten Artikeln bekommst und verarbeite die Anregungen daraus wieder in den nächsten Texten. 

Kurz: Höre auf deine Leser!

Natürlich kannst du dir überlegen, die Blogartikel in einer sinnvollen Reihe zu veröffentlichen. Für Leser, die dir in einer frühen Phase folgen, bedeutet das viele Vorteile. Letzten Endes spielt aber die Reihenfolge auf deinem Blog selbst keine große Rolle, da diese entweder über Suchmaschinen gefunden werden oder über deine Social Media-Kanäle ausgespielt werden. 

Nehmen wir also mal an, dass du ein paar richtig gute Ideen für Artikel gesammelt hast. Nun geht es also ans Schreiben. 

Was wichtig ist für dein Schreiben: 

  • Mache dir erst einmal klar, dass du nicht sofort einen fertigen, perfekten Text mit 1A-Struktur abliefern musst. Es reicht, wenn du erst einmal deinen Blogartikel zu Papier oder in den Rechner bringst. 
  • Auch der veröffentlichte Text kann jederzeit wieder verändert werden - und sollte es auch. Denn Google liebt es, wenn wir unsere Texte aktuell halten und immer mal wieder überarbeiten. 
  • Stichwort Google: Deine Texte sollten natürlich deine Leser im Fokus haben. Da aber die Suchmaschine in der Regel gut findet, was auch deinen Lesern gefällt, lohnt es sich von Vornherein, auch für die Suchmaschine zu texten. 

Meine 3 Quick&Dirty-Tipps fürs Texten:

Kommen wir endlich zu meinen Tipps, wie du es dir erleichtern kannst, einfach gute Texte für deinen Blog zu schreiben: 

1. Setze dir eine Deadline!

Wenn du mit dir die Vereinbarung triffst, jeden Freitag einen neuen Blogbeitrag zu veröffentlichen, setzt dich das unter Zugzwang. Noch besser ist es, wenn du deine Leser*innen mit einbindest und ihnen deinen neuen Text bereits im Vorfeld ankündigst. Das du sie nicht enttäuschen willst, musst du den Termin halten. 

Um dir die Arbeit ein bisschen zu erleichtern, kannst du das Thema allgemein halten oder noch nicht zu viel Details oder gar den Titel veröffentlichen - das gibt dir die Chance, eventuell ein Thema vorzuziehen, das du bereits vorproduziert hast oder dass dir leichter fällt. 

2. Die 3-Tages-Methode

  • Bei der 3-Tages-Methode nimmst du dir am ersten Tag 10 Minuten Zeit für deinen Text, stellst die Uhr und legst los. Du schreibst einfach, ohne nachzudenken. Dann legst du den Text zur Seite. 
  • Am nächsten Tag nimmst du dir deinen Text wieder vor und überarbeitest ihn. Auch hier nimmst du dir wieder 10 Minuten Zeit. 
  • Am dritten Tag machst du deinen Text fertig. Entweder du setzt dich an diesem Tag hin und überarbeitest deinen Text gründlich. Oder - und das ist etwas, was ich dir vor allem empfehle, wenn du noch nicht so geübt mit Texten bist - du beauftragst einen Lektor damit. 

3. Die Einsprech-Methode

Eventuell hast du schon einmal überlegt, mit einem Podcast zu starten. Gerade in letzter Zeit erfreuen diese sich zunehmend größerer Beliebtheit - auch und gerade bei Businessthemen. So nutzen viele Hörer*innen zum Beispiel die Fahrt zur Arbeit, um einen Business-Podcast zu hören. 

Text Entwurf

Hier findest du eine Entwurfsskizze für eine Podcast-Folge. Anhand dieser Notizen spreche ich meine Podcast-Episoden ein - sie lassen sich aber ebenso für Texte verwenden. 

Doch auch selbst wenn du keinen Podcast starten willst, kannst du dir eine Audiospur fürs Bloggen zunutze machen. Denn ein gut strukturierter, ins Mikro gesprochener Text von 15 Minuten, macht transkribiert an die 2.500 oder sogar mehr Wörter. 

Diese Transkription machst du nicht etwas selbst: Du kannst entweder jemanden damit beauftragen - ich arbeite zum Beispiel gern mit Audiotyped zusammen - oder es auch ein Programm machen lassen. So kannst du zum Beispiel deine Audiospur mit einem Bild versehen bei YouTube hochladen und dort automatisch transkribieren lassen.  

Dieser Text ist natürlich alles andere als fertig - er liest sich sogar richtig schlecht. Gesprochene Sprache ist eben etwas ganz anderes als Schriftsprache. Daher musst du dich jetzt entweder selbst an die Arbeit machen und deinen Text in Form bringen - oder du beauftragst eine Lektorin mit der Textarbeit. 

Schreiben kann doch jeder!

Schreiben vielleicht schon, nur texten nicht. Denn deine Blogartikel sollten nicht nur so geschrieben sein, dass sie für deine Leser interessant sind, sondern auch von Suchmaschinen auffindbar sein. Wie das genau geht und welche Programme dir dabei helfen können, schreibe ich in einem der nächsten Artikel. 

Noch ein Wort zu Textbrokern & Co. 

Natürlich findest du eine Reihe von Dienstleistungsunternehmen, die dir anbieten, Texte für deine Website zu einem unschlagbaren Preis zu liefern - teilweise verlangen die Anbieter nur wenige Cent pro Wort. Dieser Text würde dann bis hierhin bei 10 Cent pro Wort um die 120 Euro kosten. Wenn ich davon ausgehe, dass ich für diesen Text mit Überarbeitung und Korrektur sechs bis acht Stunden brauchen werde, kannst du dir den Stundenlohn ausrechnen. Zu diesem Satz kann dir kein Texter einen wirklich guten Text liefern. Also bekommst du Texte, die sich zwar auf den ersten Rutsch gut lesen, letzten Endes aber nutzlos für deine Leser sind.  

Mein Tipp: Kombiniere dein Know-how mit Texthandwerk!

Für ungeübte Schreiber kann es sich gerade zu Beginn rentieren, sich Unterstützung bei der Textarbeit zu holen. Wenn du das, was du zu sagen hast, in einem Blogartikel formuliert hast, leiste dir einen Profi für den Feinschliff. 

PS: Und denke immer daran: Übung macht den Meister!

Bild: zettberlin/photocase.de

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