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Ute Blindert

Ich schenk´ dir was – Warum ich nicht immer mit Geld bezahlt werde

von Ute Blindert 15. Mai 2014
Ich schenk´ dir was – Warum ich nicht immer mit Geld bezahlt werde

Gerade in Frauennetzwerken, Verbänden und Kreisen gibt es eine rege Tauschkultur. Frauen geben gern – und viel. Und nehmen selten Geld, auch wenn es sich um Dienstleistungen handelt, mit denen sie ihren Lebensunterhalt verdienen.

//Das geht ja gar nicht.//

Im Gegenteil: Ich bin der Meinung, dass sich Frauen ihres Wissens und ihrer Arbeitsleistung bewusst sein sollen – und dafür auch einen Gegenwert erhalten sollten.

Es gibt allerdings eine Grauzone: Da fragt die Freundin, ob Sie ihr einen Internet-Provider für Ihre Unternehmenswebsite empfehlen können. Und natürlich klären Sie vorher mit ihr, was genau Sie braucht. Dafür können Sie eine Personalentwicklerin aus Ihrem Netzwerk fragen, ob sie einen Tipp für den Umgang mit der rotzigen Mitarbeiterin hat.

Schwieriger wird es dann, wenn Ihre Freundin dann auch gern noch wüsste, wie genau man denn mit WordPress eine Website aufsetzt. Und weiterhin ständig anruft mit weiteren Fragen.

Hier hilft nur: Klar stellen, dass es so nicht geht. Sagen Sie, dass Ihr Know-how etwas kostet. Manchen fällt das richtig schwer und sie bekommen ein schlechtes Gewissen. Da ich auch öfters Fragen aus meinem Netzwerk habe, habe ich mich entschlossen, meine Zeit zu schenken.

//Schenken ist etwas Bewusstes//

Ich schenke einer andere Person etwas – und das ist freiwillig. Ich sage das auch genau so: „Du bekommst von mir eine Stunde Beratung geschenkt.“ Ich erwarte auch keine Gegenleistung, noch nicht einmal ein Dankeschön. Das Schöne dabei: Ich bin Herrin meiner Handlung und entscheide mich bewusst. Und natürlich gilt: Wer mehr möchte, muss bezahlen!

Ich bin allerdings nicht ganz so selbstlos, wie es sich anhört: Nur sehr besondere Menschen beschenke ich. Menschen, an die ich glaube. Menschen, die auch oft für andere da sind oder natürlich Menschen, die mir sehr nahe sind.

Und: Ich bin der festen Überzeugung, dass Gutes irgendwie wieder kommt – oder schon längst angekommen ist. Denn so viel Unterstützung, wie ich über mein Netzwerk erhalten habe – da muss etwas dran sein!

//Meine Tipps fürs Geben, ohne sich ausnutzen zu lassen://

  1. Seien Sie sich Ihres Wertes bewusst. Das heißt, jede Arbeitsstunde hat einen Wert.
  2. Geben Sie freiwillig, also aus wirklich freiem Willen heraus.
  3. Machen Sie klar, dass es normalerweise etwas kosten würde.
  4. Verschenken Sie eine konkrete Leistung und formulieren Sie es klar und eindeutig.
  5. Damit wird gleichzeitig auch klar: Wenn der Beschenkte mehr möchte, wird es kostenpflichtig.
  6. Werden Sie gleichzeitig zur Empfehlerin: Wenn ein Auftrag nicht zu Ihnen passt, verweisen Sie auf Kontakte aus Ihrem Netzwerk.

Wie geht es Ihnen mit dem Geben und Nehmen in Ihren Netzwerken? Wie halten Sie es mit Tipps, Ratschlägen und Empfehlungen?

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3 Kommentare

  • Der Artikel ist zwar schon älter, dennoch sehr lesenswert. Das regt vielleicht den ein oder anderen einmal zum Nachdenken an.
  • Danke für die klaren Worte, liebe Ute ;o)) Ich bemühe mich, das alles genau so zu handhaben. Aber es gelingt mir leider nicht immer und dann bleiben ungute Gefühle zurück. Das ist eigentlich ziemlich schade, denn im Kern ist das Teilen von Wissen etwas ganz Wunderbares! Aber dazu gehört eben auch, dass der Netzwerk-Gedanke von allen Beteiligten verinnerlicht wurde ...

    Liebe Grüße,
    Christa
  • Liebe Christa, danke für deinen Gedanken zu meinem Artikel. Ja, ich weiß, es ist eben nicht so leicht, da eine gute, gesunde Umgangsweise zu finden. Mir hat es irgendwann sehr geholfen, eben eine bewusste Entscheidung hineinzubringen und das auch genau so zu formulieren.
    Herzliche Grüße Ute

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2016 UTE BLINDERT, KÖLN.

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