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Ute Blindert

Netzwerken ist Arbeit!

von Ute Blindert 16. Mai 2017
Netzwerken ist Arbeit!

Wenn ich darüber spreche, wie sinnvoll Netzwerken für Jobsuche und Karriere ist, höre ich immer wieder zahlreiche Argumente, warum gerade mein Gegenüber ganz schlecht Netzwerken kann.

Ein sehr beliebtes Argument ist der Zeitfaktor. Völlig zu recht natürlich, denn der Aufbau eines Netzwerks braucht Zeit. Dabei muss man ja nicht nur die Zeitmenge betrachten, die jeden Tag und jede Woche anfällt, sondern auch die Dauer. 

Realistisch betrachtet kommen die erfolgreichen Netzwerker auf ein Zeit-Investment zwischen drei bis ungefähr zehn Stunden pro Woche. Wenn man dann noch mit einbezieht, dass der Aufbau eines Netzwerks an die zwei Jahre braucht, kommen wir auf ein Mindestinvestment von 300 Stunden (3 Stunden/Woche x 50 Wochen) bis hin zu 1.000 Stunden. 

Das sind jetzt sehr pauschale Werte, die aber doch ziemlich gut verdeutlichen, in welchen Dimensionen wir uns bewegen. Wenn wir jetzt noch jede Stunde mit 90 Euro beziffern (auch sehr pauschal, ich weiß), kommen wir auf Summen zwischen 27.000 und 90.000 Euro. Nicht schlecht, würde ich mal sagen!

„Wie soll ich das denn schaffen?“, fragen sich viele. Mein Vorschlag dazu: Rechnen Sie Netzwerkszeit als Arbeitszeit!

Netzwerkzeit ist Arbeitszeit!

Der Vorteil: Das gibt dem ganzen eine andere Ernsthaftigkeit! Wenn Sie sich in der Mittagspause mit jemandem zum Austausch treffen, gilt das bereits als Netzwerkzeit. Auch der Austausch und der Vortrag auf der Karrieremesse sind natürlich Arbeitszeit.

Besonders wichtig für Frauen in Eltern- und Teilzeit

Für Frauen halte ich Netzwerken für besonders wichtig. Gerade wer beruflich wegen der Familie zurücksteckt, weniger präsent im Unternehmen ist und dadurch eher von interessanten Projekten und anstehenden Beförderungen ausgenommen ist, sollte Netzwerken, was das Zeug hält!

Natürlich ist das Zeitbudget in dieser Phase besonders eng gestrickt – und viele Frauen stecken dann ihrem Mann zuliebe zurück. Somit haben sie auf Dauer noch weniger Kontakte, auf die zurückgreifen können, wenn sie wieder mehr machen können und wollen. Ein Teufelskreis!

Daher sollte auch hier Netzwerkzeit als Arbeitszeit angesehen werden – und fair unter beiden Partnern verteilt werden. Ein bis zwei Abende pro Woche sollten zu machen sein.

Lesetipp:

Svenja Hofert hat zu dem Thema in ihrem Karriereblog einen lesenswerten Beitrag geschrieben: Würden Sie 200.000 Euro ins Bloggen investieren oder warum die Gründung so oft schiefläuft (11.7.2014)

Karrierebooster Netzwerke(n) 

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2016 UTE BLINDERT, KÖLN.

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