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Netzwerken in digitalen Zeiten: Rückblicke als Tool für Community-Building

Netzwerken in digitalen Zeiten: Rückblicke als Tool für Community-Building

Gerade um den Jahreswechsel herum beschäftigen sich viele Menschen damit, das Jahr zu reflektieren und manche fragen sich, wie sie einen solchen Rückblick für ihr Marketing oder ihr Community-Management nutzen können. Die Idee ist simpel: Wir teilen Persönliches, Erfolge und Erlebnisse, worauf wir dann wieder neue Pläne aufbauen können. In einem Rückblick können wir also zeigen, was wir können, wie wir gearbeitet haben und welche Dinge die Community in der kommenden Zeit von uns erwarten kann.

Außerdem können wir uns auf Augenhöhe und persönlich zeigen, dadurch finden unsere Leser oder Hörer einen ganz anderen Zugang zu uns. Manchmal finden sie auch Gemeinsamkeiten und die bleiben länger im Gedächtnis als fachliche Inhalte.

Auf diese Weise kann ein Jahresrückblick dazu beitragen, dass unsere Community, unser Netzwerk, unsere Fans und Follower einen Blick auf uns und unser Unternehmen bekommen, der das Vertrauen stärkt und die Neugier auf mehr weckt. Daher möchte ich heute eine Herangehensweise an Rückblicke wagen und gleichzeitig auch ein paar Infos von mir zeigen.

Jahresrückblick – welche Möglichkeiten haben wir?

Es gibt natürlich 100 Wege, um eine solche Reflexion zu schreiben. Es gibt Leitfragen für bestimmte Bereiche des Lebens und/oder des Business, es gibt die Möglichkeit, sich chronologisch durch das Jahr zu bewegen und die Highlights aufzuschreiben.

Es gibt aber auch spezielle Aktionen, bei der eine Community gemeinsam an so einem Rückblick schreibt und sich gegenseitig unterstützt und motiviert. So eine Aktion kannst du zum Beispiel bei Judith Peters' Jahresrückblog finden, die sie seit ein paar Jahren kostenlos zum Jahresende anbietet. Judith gibt Themenbereiche und Schreibimpulse vor und die Ergebnisse kann man sowohl auf Social Media teilen, als auch für den Blog nutzen. Die Aktion läuft mehrere Wochen.

Neu entdeckt habe ich in diesem Jahr das Format „100 Dinge, die mein Jahr ausmachten“ nach Austin Kleon. Bei diesem Format geht es darum, 100 Fragmente zu teilen, manche als Stichpunkte oder Halbsätze, manche als Mini-Erzählungen. Ich selbst hatte dieses Format bei Maren Martschenko gesehen und dann bei einigen anderen aus ihrer Community.

Und dann gibt es im Dezember immer auch die Möglichkeit, die Leitfragen und Rituale aus den Raunächten zu nutzen, um das Jahr zu reflektieren und neue Energie für das zu schöpfen, das kommt.

Das Jahr reflektieren – aber wo?

Auch hier gibt es natürlich verschiedenste Möglichkeiten:

  • Auf dem Blog,
  • im Podcast,
  • als Audio-Blog,
  • als Video,
  • im Newsletter oder aber
  • in kleinen Häppchen auf Social Media.

Klassisch sind sicher die schriftlichen Formate, aber du weißt ja: Es gibt Menschen, die gern lesen, es gibt die, die gern hören und es gibt auch die, die gern Videos schauen. Überleg dir, welche Formate und Länge deine Zielgruppe am besten abholen und welche Impulse du teilen möchtest.

Und natürlich funktioniert so ein Rückblick dann am besten, wenn du selbst auch Lust auf Format und Konzept hast. Denn auch das Kreieren und Veröffentlichen musst du mitbedenken.

Selbstverständlich kannst du einen solchen Rückblick auch nur für dich und eben nicht öffentlich machen, dann wird er aber zwangsläufig an deiner Community vorbeigehen.

Ein bisschen anders: Mein Rückblick auf 2022

Ich selbst habe mir die verschiedenen Formate im Dezember angeschaut und gemerkt: Für etwas Großes, Episches, Langes fehlt mir die Motivation. Mein Kopf war voll, das Herz auch, ich wollte mir keine Aufgabe auferlegen, die mich noch müder machte.

Daher habe ich mir ein eigenes kleines Format ausgedacht: Etwas Gutes, etwas Schönes und etwas Blaues. So wie die Braut bei der Hochzeit nach einer Tradition etwas Blaues, etwas Neues, etwas Altes und etwas Geborgtes tragen soll, suche ich nach dem Guten, Schönen und Blauen in meinem Jahr.

Was gab es Gutes in meinem Jahr 2022?

Wie könnte man einen Rückblick besser gestalten, als sich auf die positiven Dinge zu konzentrieren? Keine großen Kämpfe, keine Heldenstory, sondern das, was ich feiere. Ich möchte Einhorn-Glitzer und Feenstaub über meinem Jahr verteilen und das andere nach hinten schieben. Danach war mir.

Und ganz spontan feiere ich:

1. Event-Organisation im Team: Netzwerkbooster Vol. 3

Das Netzwerkbooster-Event fand 2022 bereits zum 3. Mal statt. Und es war bombastisch! Dieses Jahr habe ich es nicht allein veranstaltet, sondern mit einem Team aus 4 Leuten – eine ganz neue Erfahrung für mich. Das Netzwerkbooster-Event ist eine Mischung aus Konferenz, Barcamp und Austausch, sodass es ideal ist, um das eigene Netzwerk zu vergrößern und zu festigen. Mit meinem Team bildeten Technik, Ideen, Konzeption und Durchführung ein rundes Ganzes – richtig gut!

Das nächste Netzwerkbooster-Event findet am 31. März 2023 statt. Hier kannst du dein Ticket buchen!

2. Zuwachs im Team und persönliches Wachstum für mich

Außerdem ist mein Team im Jahr 2022 gewachsen. Mittlerweile arbeite ich mit 6 Leuten in verschiedener Intensität zusammen. Das hat mich vor neue Herausforderungen gestellt, denn ein Team dieser Größe braucht feste Strukturen und getaktete zeitliche Abläufe, damit alle zur richtigen Zeit ihre Aufgaben im Prozess bearbeiten können.

Als ich alleine gearbeitet habe, war es okay, Aufgaben auf den letzten Drücker zu machen. Aber das funktioniert nicht, wenn jemand hinten dranhängt. Da braucht es Planung und die Umgestaltung der Prozesse lässt mich wachsen.

3. Beratungsprozess über längere Zeiträume

2022 habe ich angefangen, Beratungsprozesse für Unternehmen und Selbstständige auch für längere Zeiträume anzubieten und durchzuführen. Klingt erstmal gar nicht so besonders, aber ich habe mich das lange nicht getraut, in einem längeren Prozess mit den Kund*innen zu arbeiten.

Jetzt habe ich es ausprobiert und es war mehr als gut, zu sehen, wie jemand wächst und wächst, dann Flügel bekommt und einfach fliegt. Auch in kürzeren Beratungsprozessen gibt es diese Effekte, aber die Transformation bei längerer Zusammenarbeit ist einfach nicht vergleichbar.

So habe ich über das Jahr hinweg größere Projekte über das Jahr hinweg begleitet. Mit Unternehmen habe ich daran gearbeitet, LinkedIn besser für die Kundenakquise zu nutzen. Es war total schön, den Prozess zu gestalten und zu begleiten und zu sehen, wie wir als Team zusammenwachsen und wie sich die Dinge entwickeln. Das mache ich definitiv weiter!

Du hast Interesse an einer Zusammenarbeit mit mir? Dann buch ein Kennenlerngespräch!

4. Lieblingsthemen moderieren

Ich habe mehr Moderationen gemacht zu meinen Lieblingsthemen Kommunikation und Mobilität. Ein Highlight war sicher die Moderation der Preisverleihung „Wir machen Mobilitätswende“ für das Verkehrsministerium Baden-Württemberg. Die Zusammenarbeit und die Durchführung waren sowohl professionell wie auch menschlich ein toller Erfolg für mich. So macht Arbeiten Spaß!

5. Mein 4. Buch erscheint

Auch diesen Meilenstein will ich hier aufführen: Mein 4. Buch ist erschienen! LinkedIn: Sichtbar mit Profil und Unternehmensseite: Die schnelle Einführung. Die Veröffentlichung und die Rückmeldungen über das Jahr waren eine große Freude für mich.

Was gab es Schönes in meinem Jahr 2022?

Meine schönen Dinge im Jahr 2022 haben mit Menschen zu tun, die wichtige Teile meines Lebens sind.

1. Begleitung in herausfordernden Zeiten

Vielleicht hast du es mitbekommen, dass ich durch den Sturz meiner Mutter vor neue Herausforderungen gestellt wurde. Nicht nur, dass ich meine Ressourcen einsetzen musste, um zu unterstützen. Es war auch oft frustrierend, mit den Schwachstellen im gesundheits- und Pflegesystem konfrontiert zu sein. Ich habe mir aber Hilfe geholt und so bin ich gut durch diese herausfordernde Zeit gegangen.

2. Vertrauen und Freude in der Familie

Mein Sohn ist kurz davor, das Nest zu verlassen, aber ich habe vollstes Vertrauen, dass sich alles wundervoll entwickeln wird. Ich kann ihn begleiten, ihm auf seinem Weg helfen, gleichzeitig kann ich gut loslassen in dem Vertrauen, dass er sich großartig weiterentwickelt.

Ich habe den Eindruck, dass wir als Familie super funktionieren, dass wir als Eltern uns gut ergänzen und gegenseitig unterstützen. Es kommt mir so vor, als hätten wir Vieles richtig gemacht und eine gute Herangehensweise entwickelt, gleichzeitig Freiheit zu geben und loszulassen, aber auch da zu sein. Ich denke, wenn du viel Vertrauen in dein Kind setzt, dann zahlt sich das aus.

Was gab es Blaues in meinem Jahr 2022?

Wie du vielleicht weißt, bin ich eine begeisterte Schwimmerin und auch das soll in meinem Rückblick Platz finden. Natürlich muss man bei dieser Kategorie ein bisschen um die Ecke denken, aber das kann nur förderlich für die Kreativität sein!

1. Ich war seit über einem Jahr nicht mehr „blau“

Im Oktober 2021 habe ich aufgehört, Alkohol zu trinken. Mein Jahr 2022 war also alkoholfrei. Ich hatte damals keinen gewichtigen Grund, habe einfach angefangen und meine trockenen Tage in eine App eingetragen. Das ist jetzt schon ganz schön lange her und ich habe gemerkt: Ich vermisse nichts, dafür spüre ich, dass es mir gut tut. Bis auf Weiteres werde ich also auch in Zukunft nicht blau sein.

2. Regelmäßig im kühlen, blauen Nass

Ich war verbindlich mit meinem Schwimm-Training: Über viele Wochen habe ich es geschafft, drei Mal pro Woche schwimmen zu gehen, habe Intervall-Training gemacht und auch weiter am Delfin gearbeitet. Meine Schulter hat mich da zwar ausgebremst, denn sie zwickte und zwackte ganz schön. Aber insgesamt war es gut und ich habe weitergemacht. Jetzt bin ich froh, drangeblieben zu sein.

3. Blaue Highlights

Besonders tolle Schwimm-Erlebnisse hatte ich in der Zeit, als ich am Chiemsee war und dort jeden Tag schwimmen konnte. Außerdem war ich noch an einem kleinen See an der Mecklenburger Seenplatte und auch da war ich natürlich schwimmen. Das waren meine Schwimm-Highlights des Jahres.

Verbindung herstellen und stärken durch Rückblicke

Du siehst schon: Mein eigener Jahresrückblick war absichtlich ein bisschen anders als übliche Rückblicke. Aber egal, welches Format du wählst, du wirst bei den interessierten Leser*innen einen ähnlichen Effekt erzielen. Insights zeigen und dadurch Gemeinsamkeiten herstellen.

Ein Jahresrückblick kann also ein gutes Mittel sein, dich von einer (bisher) unbekannten Seite zu zeigen und auch Einblick darüber zu geben, was in deinem Business passiert ist und passieren wird.

Natürlich kannst du nicht nur Jahresrückblicke dazu nutzen, sondern auch Monatsrückblicke oder Wochenrückblicke. Ein tolles Tool, um die eigenen Prozesse zu reflektieren und Ziele voranzutreiben.

Ein tolles Beispiel ist die #ReflectAndLearn-Community, in der Menschen auf LinkedIn regelmäßig anhand von Leitfragen ihre Woche reflektieren. Auch hier ist eine ganz neue Community entstanden, die stetig weiter wächst und sich unterstützt.

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