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Ute Blindert

„Ich bin wie ein Feel-Good-Manager!“ – #neverlunchalone mit Annette Schwindt

von Ute Blindert 15. November 2015
„Ich bin wie ein Feel-Good-Manager!“ – #neverlunchalone mit Annette Schwindt

Wer sich ernsthaft mit den Funktionalitäten von Facebook, Twitter und Co. auseinander setzt, kommt irgendwann nicht mehr an Annette Schwindt und ihrem Blog „In Sachen Kommunikation“ vorbei. Annette liebt es, in Funktionen einzutauchen und richtig zu verstehen. Erst dann schreibt sie darüber. Ihre Stimme hat Gewicht, weil ihre Inhalte voller Substanz sind. Hier erzählt Annette im Interview nach unserem #neverlunchalone – mit ihrem Mann Thomas Reis – über sich und ihre Arbeit:

Du gibst ja sehr viel Know-how auf deinem Blog weiter und hilfst auch bei Fragen weiter. Bekommst du auch etwas zurück?

Ja! Viel Wertschätzung, Vertrauen und ich lerne alle möglichen Menschen kennen. Fast mein kompletter Freundeskreis besteht inzwischen aus Menschen, die mich zuerst als schwindt-pr gefunden haben. Daraus haben sich spannende Kooperationen und Projekte ergeben, aber auch dicke Freundschaften entwickelt.
Manchmal wird es auch sehr anrührend, wenn mir Menschen erzählen, wie meine Art zu arbeiten ihnen Mut gemacht und ihr Leben verändert hat. Sowas gibt mir viel mehr als alles Geld der Welt!

Natürlich führt das Vertrauen meiner Leser auch zu Weiterempfehlungen und zu Beratungsaufträgen, die dann auch bezahlt werden. Aber da ich aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht in der Lage bin, Vollzeit zu arbeiten, könnte ich davon nicht leben.

Ich tue, was ich tue, weil es mir Spaß macht und mein Leben (und das meines Mannes und vielleicht auch das von anderen) bereichert. Ich sehe mich da eher in einer sozialen als in einer finanziellen Funktion. In Unternehmen heißt sowas „Feel-Good-Manager“. 😉

Was findet du selbst besonders spannend? Wo kannst du dich so richtig „verlieren“?

Ich komme ja ursprünglich aus dem Journalismus, daher fasziniert mich alles, was mit Sprache(n) zu tun hat. Das können gesprochene Sprachen sein, gut geschriebene Texte oder auch HTML und CSS. Und das, was man damit machen kann: Also Geschichten transportieren, Menschen verbinden.

Dementsprechend kann ich mich im Geschichten erfahren oder erzählen genauso verlieren wie beim Coden. Ich habe meinen Weg ins Web immerhin mal damit begonnen, Websites für Menschen und Projekte per Hand zu coden. WordPress hat das inzwischen natürlich größtenteils übernommen, aber das bedeutet nicht, dass ich an dem dort vorhandenen Code nicht noch herumschraube, wenn die vorgegebene Version den Anforderungen, die ich zum Transportieren meiner Kommunikation suche, nicht entspricht.

Und in der Meta-Ebene kann ich mich natürlich auch darin verlieren, mich mit anderen über das Kommunizieren auszutauschen. Ob das nun als Mentorin oder beim Beantworten von Fragen stattfindet, beim Social Media Chat Bonn, oder bei Projekten mit anderen.

Welche Tipps hast du persönlich fürs Netzwerken?

Leider muss man darauf hinweisen, dass ehrliches Interesse am anderen oberstes Gebot sein sollte. Denn unglücklicherweise begegnet es mir immer wieder, dass Kontaktanfragen nur den Nutzen des Anfragenden oder das Steigern von Kontaktzahlen zum Ziel haben. Das ist nicht der Sinn der Sache und solche Anfragen lehne ich auch direkt ab.

Wer sich hingegen die Mühe macht, mit anderen in echte Gespräche zu kommen und das vorzugsweise nicht zuerst über das eigene Anliegen, oder nur zum Vorspielen von anderen als der eigenen Interessen, der wird effektiver und vor allem nachhaltiger zum Ziel kommen.

Also: ehrliches Interesse, echte Gespräche, zuhören, sich hilfreich einbringen und das Ganze am besten bevor es um das eigene Anliegen geht. Das würde ich ja außerhalb vom beruflichen Kontext auch nicht anders machen. Und so oder so geht es immer um Menschen.

Zur Person: Annette Schwindt ist Bloggerin und Beraterin für digitale Kommunikation. Nach ihrem Magisterabschluss in Romanistik und Soziologie absolvierte sie ein Volontariat zur Zeitungsredakteurin und schloss daran ein Aufbaustudium zur Beraterin für Public Relations an. Schon während ihres Studiums arbeitete sie als freie Journalistin, seit 2002 als freie Beraterin für Kommunikation vor allem im kulturellen Bereich und für KMU. Seit 2013 ist sie auch als Mentorin tätig. Ihr Blog „In Sachen Kommunikation“ gehört zu den führenden deutschsprachigen Blogs über digitale Kommunikation und PR.

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2016 UTE BLINDERT, KÖLN.

Ute Blindert

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