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Frauen-Netzwerke: Warum sie wirklich sinnvoll sind!

Frauen-Netzwerke: Warum sie wirklich sinnvoll sind!

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2019 mal eine feministisch angehauchte Folge zur Frage: Brauche ich wirklich ein Frauen-Netzwerk? Ich selbst bin ja großer Fan von Frauen-Netzwerken und habe mich schon immer dafür interessiert. 

Nun könnte man ja sagen: Ist halt so gemütlich da. So wie Kaffeekränzchen. 

Von wegen Kaffeekränzchen!

Von wegen: Die Netzwerke, die ich kennenlernen konnte, sind entweder gute Vernetzungsmöglichkeiten von Frauen für Frauen, wo Tipps, Jobs und Unterstützung geboten werden. Oder Vereine, die sich auf politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Ebene für Gleichberechtigung einsetzen. 

Die Ausrichtung und die Zielgruppen sind unterschiedlich, daher solltest du dir auch mehrere Netzwerke anschauen - und dann ganz gezielt eine Auswahl treffen. 

Hier habe ich dir noch ein paar Links zum Weiterlesen zusammengestellt: 


Zum Artikel: Frauen-Netzwerke & warum sie wirklich wichtig sind!

Tadaaa! Heute am 8. März ist Internationaler Frauentag. Diesen Tag nehme ich jetzt mal zum Anlass, um über Frauen-Netzwerke zu schreiben. Ich werde dir verschiedene Frauen-Netzwerke vorstellen und dir sagen, warum ich diese wichtig finde und was du für dich dabei herausziehen kannst. Ebenso wird es aber auch um Grenzen gehen und was du unbedingt mitbedenken solltest. 

Frauen-Netzwerke, muss das wirklich sein? 

Heute am Internationalen Frauentag spreche ich hauptsächlich meine weiblichen Zuhörer an. Deshalb soll es auch um die Frage gehen: Braucht man die überhaupt? Sollte man sich an einem Frauennetzwerk beteiligen? 

Direkt vorneweg, quasi als Disclaimer, engagiere mich ja schon sehr lange - genau genommen seit 2012 - für die Digital Media Women. Daher bin ich natürlich ein großer Fan dieses Frauennetzwerks, habe dessen Entwicklung begleitet und bin deshalb auch eine Kennerin dieses Netzwerks. 

Ich möchte euch aber noch andere vorstellen. Neben den zahlreichen Netzwerken gibt es auch viele unterschiedliche für Frauen. An Ausrichtungen sind zum Beispiel zu nennen: 

  • Service-Clubs: Dazu gehören die Soroptimistinnen, Zonta oder die Lions. In den Service-Clubs engagieren sich Frauen, um gemeinsam Gutes zu tun. Eine Freundin von mir engagiert sich bei den Lions-Frauen in Bonn und sammelt dort immer Geld für das örtliche Frauenhaus. 
  • Berufs-Netzwerke: Viele Frauen-Netzwerke haben eine berufliche Ausrichtung. Dabei gibt es zum Beispiel Netzwerke von Frauen aus dem Management wie EWMD oder BPW. 
  • Branchen-Netzwerke: Hierzu würde ich zum Beispiel den Journalistinnenbund, den Deutschen Juristinnenbund oder die Bücherfrauen. 

Im Folgenden möchte ich dir ein paar Frauen-Netzwerke vorstellen: 

  • Digital Media Women e.V.: Das Media in der Mitte des Namens ist vielleicht etwas missverständlich, aber historisch bedingt. Denn es geht eher um das Thema "Digitalisierung" und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der sich digitalisierenden Welt. 
  • Deutscher Juristinnenbund: Der Juristinnnenbund ist der Zusammenschluss von Juristinnen und Wirtschaftsrechtlerinnen. Zudem engagieren sich die Juristinnen politisch und gehen zum Beispiel in Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften, um ihre Stimme nach einer größeren Beteiligung von Frauen in Management Boards zu erheben.  
  • EWMD (European Women Management Development): Netzwerk von Frauen aus Unternehmen und im Management. 
  • BPW (Business and Professional Women) e.V.: Berufsnetzwerk von Frauen. Zu den BPW gibt es noch die Young BPW, in dem sich die jüngeren Frauen engagieren.
  • BücherFrauen für Frauen aus dem Verlagsbereich. 
  • Pro Quote: Verein von Frauen aus den Medien, der es sich zum Ziel gesetzt hat, sich selbst überflüssig zu machen, wenn eine Quote von 50 Prozent Frauen in den Führungspositionen in den Medien erreicht ist. 
  • VDU (Verband deutscher Unternehmerinnen) e.V.: Hier finden sich Unternehmerinnen mit Unternehmen jeder Größe zusammen. Der Verband hat in den letzten Jahren viel Einfluss auf die Politik genommen. So sitzt er mit seiner Geschäftsstelle in Berlin und bringt dort die Forderungen auch direkt in die Politik. Als Solopreneurin könnte ich mich aber nicht so aktiv einbringen, wie ich das wollte, daher fiel meine Wahl auf die #DMW. 

Was möchtest du mit deinem Netzwerk erreichen?

Nachdem du bestimmt schon gemerkt hast, dass ich ein großer Fan von Netzwerken bin, kannst du dir immer noch die Frage stellen: Warum dann ein Frauen-Netzwerk? 

Ich kenne durchaus die Kritiker, die sagen: Kaffeekränzchen! Oder: Geh dahin, wo die Musik spielt. Vor allem in Unternehmen sollte man durchaus aufpassen, dass man über Bereich hinweg netzwerkt. 

Dabei geht es eher um die Grundfrage: Was möchtest du mit einem Frauen-Netzwerk erreichen? Wenn man Frauen selbst fragt, geht es oft um Themen wie Austausch, gegenseitige Tipps zu bestimmten Fragestellungen, ein gemeinsames Ziel. 

Das sei ja alles ganz nett, aber Frauen kämen mit Austausch und gegenseitigen Tipps auf Augenhöhe nicht weiter, sie würden sowieso viel zu selten Seilschaften bilden und Vitamin B nutzen. 

Bei letzterem Punkt bin ich mir nicht mehr sicher, denn ich kenne einige Frauen-Netzwerke, oft auch informelle Gruppen, zum Beispiel bei Facebook, in denen Jobs, Empfehlungen und Projekte vergeben werden. Außerdem helfen hier oft erfahrene Frauen jüngeren Frauen weiter und teilen ihren Erfahrungsschatz. 

Wenn es um ein Netzwerk für deine Karriere oder dein Unternehmen geht, reicht es sowieso nicht, sich in einem Netzwerk zu engagieren. Dann solltest du ganz strategisch nach den Menschen und Gruppen Ausschau halten, die dir weiterhelfen können, mit denen es sich für dich lohnt, in Verbindung zu stehen. Dazu nutzt du dann Branchentreffen, Konferenzen, Veranstaltungen oder auch die Netzwerke in deinem Unternehmen.  

Das eine tun, ohne das andere zu lassen!

Wenn du dann noch Unterstützung bei Fragen suchst, die so eher Frauen betreffen, sind Frauen-Netzwerke oft der richtige Ort. Manche Fragen ergeben sich für Männer einfach nicht in dem Maße. Außerdem halte ich es für eminent wichtig, dass wir "Banden bilden" und junge Frauen, die gerade eigene Unternehmen gründen oder ihre Karriere starten, bei ihren Fragen unterstützen und ihnen so vielleicht dabei helfen, manche Fehler NICHT zu machen ;-)

Die Auswahl deines Netzwerks

Wenn du jetzt überlegst, dir ein Netzwerk zu suchen, dann gehe nicht unbedingt danach, was gerade als cool gilt, sondern stell dir folgende Fragen: 

  • Was möchtest du in einem Frauen-Netzwerk erreichen?
  • Möchtest du gerne deine Karriere vorantreiben? 
  • Bist du zum Beispiel Unternehmerin und suchst ein entsprechendes Netzwerk?
  • Arbeitest du in der Politik und brauchst ein entsprechendes Netzwerk, an zum Beispiel anderen Politikerinnen und Frauen in vergleichbaren Berufen, mit denen du dich austauschen möchtest? 
  • Geht es dir um das Empowerment anderer Frauen? 
  • Ist es für dich wichtig, dass du dich mit Frauen aus deiner Branche vernetzt, weil es vielleicht nicht so viele Frauen in dieser Branche gibt? Dann möchte ich dir die Women in Mobility für Frauen aus der Verkehrsbranche ans Herz legen. 
  • Willst du dich selber einbringen, also willst du selber etwas tun für ein Netzwerk? 
  • Oder möchtest du ein eher loses Netzwerk, indem du dich einfach regelmäßig mit anderen Frauen austauschst? Dann kann ich dir die LeanIn-Circle empfehlen.  Diese treffen sich zirka einmal im Monat. Jede kann einfach zu diesem Circle kommen, bringt etwas zu essen oder zu trinken mit. Es gibt vier Fragen am Anfang, dann tauscht man sich über ein bis zwei Themen aus und zum Schluss teilt die Gruppe noch Buchtipps miteinander. 

Wie hast du es gemacht? 

Jetzt würde mich nur noch interessieren, wie du vorgegangen bist bei der Auswahl deines Netzwerkes? Für welches Netzwerk hast du dich überhaupt entschieden? Warum hast du dich dafür entschieden? Und wie läuft die Zusammenarbeit oder was würdest du dir insgesamt noch wünschen? Also vielleicht, dass die Frauennetzwerke noch enger zusammenarbeiten? 


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Jeder weiß es, du auch: Netzwerken ist wichtig und gerade als Unternehmer*in gehört es quasi zu deiner DNA. Blöd nur, dass es ganz schön viele Möglichkeiten gibt. Welche sind die richtigen? Wo solltest du am besten deine Zeit investieren? Mögliche Wege und Antworten beschreibe ich in meinem Newsletter. Neugierig? Dann trag dich einfach gleich ein.

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© 2018 Ute Blindert, Köln
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