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Digital first! So war das Netzwerkbooster-Event

Digital first! So war das Netzwerkbooster-Event

Als in diesem Jahr durch Corona mit den digitalen Events so richtig losging, dachte ich zunächst gar nicht daran, selbst auf die Seite der Event-Veranstalter zu wechseln. Stattdessen lernte ich mit und durch meine Kunden, wie sich digitale BarCamps veranstalten lassen, schaute mir Programme und Lösungen an – und kam dann irgendwann auf die "glorrreiche" Idee, den Netzwerkbooster zu veranstalten!

Die Idee

Wie wäre es, ein Event zu veranstalten, das Selbständige, Freiberufler*innen, Solopreneur*innen, Inhaber*innen kleiner Unternehmen, Trainer*innen, Coaches und Berater*innen zusammenbringt, gleichzeitig inspiriert und zum Austausch anregt. 

Schließlich stehen wir als Unternehmer*innen vor besonderen Herausforderungen, wobei die Corona-Krise wie ein Brennglas wirkt: 

  • Digitalisierung: Wir können und sollten unser Angebot digitalisieren, aber wie? Alles müssen wir uns selbst erarbeiten, ständig versuchen up-to-date zu sein und es zu bleiben. 
  • Reglementierung: DSGVO, Scheinselbständigkeit, Vorsorge – die Anforderungen auch an Kleinstunternehmen, alles richtig zu machen und zu bedenken in Bezug auf Steuern, Datenschutz, Bürokratie etc. ist ähnlich wie bei Großunternehmen (gefühlt zumindest!), ohne dass wir die gleich Lobby in Sachen Krisenunterstützung haben wie diese. 

Gleichzeitig sehe ich, wie wendig, ideenreich und unterstützend viele von den Unternehmer*innen unterwegs sind. 

Die müssten doch zusammenzubringen sein! 

So meine Überzeugung.

Das TWINCamp als Vorbild

Mit dem TWINCamp, einem BarCamp für Unternehmerinnen, das von der Käte-Ahlmann-Stiftung zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung angeboten wird, organisierte und moderierte ich mein erstes digitales BarCamp für 40 Frauen im Mai. Als Programm nutzten wir Circuit, was ähnlich wie MS Teams aufgebaut ist und für das BarCamp auch gut eingesetzt werden konnte. 

Der Aufbau

Für das Netzwerkbooster-Event wollte ich diesen Ansatz weiter denken: Es sollte neben dem BarCamp auch einen kuratierten Konferenzteil geben, in dem Menschen zu Wort kommen sollten, die ich als Vordenker*innen und Macher*innen empfinde. 

Außerdem sollte Netzwerken und Austausch im Vorfeld und während des Events möglichst so sein, dass die Teilnehmer*innen die "Kohlenstoffwelt" gar nicht vermissen würden. 

Digital first!, sollte immer mitgedacht werden. Denn sonst würde doch wieder nur ein Abklatsch der Xten Digital-Veranstaltung dabei herauskommen, die im Grunde nur das Analoge ins Digitale überträgt. 


Eine große Herausforderung! 

Die Tools und Programme

Mittlerweile gibt es richtig gute Werkzeuge und Programme, die sich für digitale Veranstaltungen nutzen lassen. Hier einmal eine Übersicht über diejenigen, die für das Netzwerkbooster-Event genutzt wurden: 

HuehnerTV

HühnerTV beim Netzwerkbooster;-)

  • Venueless: Nach Erfahrungen mit Hopin.to, Circuit, MS Teams und AlfaView haben wir uns am Ende für Venueless entschieden. Venueless verbindet Konferenz-Streaming mit Kanälen (Räumen) über BigBlueButton und bietet zudem die Möglichkeit, externe Programme wie Conceptboard, Wonder.me sowie Webseiten und PDF einzubinden. Angeboten wird Venueless vom deutschen Anbieter ram.io software development, der bereits durch die Ticket-Software pre:tix bekannt ist. Die Umgebung lässt sich im eigenen Look-and-Feel gestalten, läuft solide und wird zudem am Konferenztag technisch unterstützt. Kosten: ca. 500 bis 1.000 Euro für rund 100 Teilnehmer*innen

  • Pre:tix: Als Ticket-Software wurde Pre:tix genutzt, da sich diese leicht mit der Konferenz-Technik verbinden lässt, was uns als die naheliegendste Lösung erschien. Sicher muss man sich ein wenig einarbeiten, aber der Support ist fix und deutschsprachig, was ich bei komplizierten Angelegenheiten wie Steuer und Gutscheinerstellung ziemlich gut finde! Die Gebühren liegen im ähnlichen Bereich wie Digistore oder andere Bezahlanbieter. Kosten: Anteilig ca. 2 bis 3 Prozent pro verkauftem Ticket.

  • BigBlueButton: Die Meeting-Software BigBlueButton ist integraler Bestandteil von Venueless und wird dort über Server genutzt. Wer gern mit Zoom arbeitet, wird einige komfortable Funktionen vermissen. Insgesamt lief BBB aber stabil und bietet viele Möglichkeiten, um ein BarCamp abzubilden. Nachbessern sollte BBB aber bei den Präsentationsmöglichkeiten, aber da wird sicher noch einiges kommen. 

  • Conceptboard: Wie bei Mural.ly lassen sich auf einem Conceptboard Mindmaps, Projektpläne etc. erstellen. Wir haben den Anbieter aus Halle genutzt, um die Vorstellungsrunde zu erstellen sowie die Themen und Sessions darzustellen – beides auf getrennten Boards. Gerade bei der Vorstellungsrunde fand ich die Idee überzeugend, dass sich die Teilnehmer*innen so schon einmal vorstellen und kennenlernen konnten – für mich nahm das die Idee des Network Weaving, einer Struktur aus den Liberating Structures besonders gut auf. 


  • Wonder.me: Vorher Yotribe, sonst ändert sich alles! Was hatten wir Blut und Wasser geschwitzt, als Yotribe auf Wonder umstellte und wir auf einmal keine Hostrechte mehr hatten;-(
    Zum Glück funktionierte es dann am Eventtag hervorragend und war eines der Tools, die sehr gut ankamen! Bei Wonder.me gehen die Teilnehmer*innen einfach in den Raum hinein und treffen sich dann mit den anderen. Wir hatten für die Mittagspause aka #neverlunchalone einfach Ahoj-Brause verschickt, mit der sie sich verschiedenen "Tischen" zuordnen konnten. Am Ende war das gar nicht notwendig, die Kreise bildeten sich von selbst! 
Background

Der Hintergrund bei wonder.me

  • Mentimeter: Mentimeter wurde für das Voting der Sessions genutzt sowie zur Retro am Ende der Veranstaltung.
1 netzwerkbooster sessionplanung
  • Social Wall: Natürlich durfte auch die Social Wall von walls.io nicht fehlen! Noch kann man mal hineinschauen, was alles unter dem Hashtag #netzwerkbooster so geteilt wurde: 



Der Tag

Fahrplan


Den Tag hatten wir in 

  • Intro mit Soft Start und Begrüßung,
  • Impulsvorträgen von 9:15 bis 12:45 Uhr,
  • Mittagspause aka #neverlunchalone von 12:45 bis 13:45 Uhr,
  • BarCamp-Sessions von 14 bis 15:15 Uhr,
  • morgens jeweils 3-mal unterbrochen von aktiven Einheiten, unterteilt.

Fazit:

Der Gedanke, von Vornhinein "Digital first!" in den Vordergrund zu stellen, scheint der richtige gewesen zu sein. Auf diesem Weg soll es weitergehen! 

2 mit welchen 3 worten wurdest du den netzwerkbooster beschreiben


Der Termin für das nächste Event steht schon: 23. April 2021! Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, kannst du dich einfach hier eintragen

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... Strategin und Beraterin für Netzwerken in digitalen Zeiten. Im Fokus: Wie du mehr Kunden mit LinkedIn und Xing gewinnen kannst! Mehr

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