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Ute Blindert

Netzwerk-Werkzeug: Elevator Pitch

von Ute Blindert 01. November 2016
Netzwerk-Werkzeug: Elevator Pitch

Genauer gesagt, könnte man auch sagen: Small talk- oder Selbstmarketing-Werkzeug. Da aber beides eng mit dem Netzwerken zusammen hängt, gehört es für mich mit in meine Werkzeug-Sammlung zum Netzwerken.

Der Elevator Pitch – was ist das?

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie steigen in einen Aufzug in einem Unternehmen. Kurz vor dem Schließen der Tür steigt ein Vorstand oder eine Abteilungsleiterin mit ein. Kurz, eine Person, die wesentlich weiter oben auf der Karriereleiter steht als Sie. Die wichtig für Sie sein könnte. Sie kommen ins Gespräch und Ihr Gegenüber fragt: 

„Und was machen Sie so?“

Jetzt haben Sie 30 Sekunden, bis der Aufzug oben ankommt. 30 Sekunden, um sagen, wer Sie sind und was Sie machen. 

Nicht besonders viel Zeit, um hier um den heißen Brei herumzureden!

Konkret und auf den Punkt

Also müssen Sie auf den Punkt kommen und dabei so konkret wie möglich werden. Sie könnten zum Beispiel sagen:

  • „Ich habe Kulturwissenschaften in Passau studiert, einer der besten Universitäten für dieses Fach. Im Studium und durch Praktika habe ich mich auf Unternehmenskommunikation für Technische Unternehmen spezialisiert, so wie Ihres eines ist. Deshalb bin ich heute hier zum Jobinterview eingeladen.“
  • „Momentan studiere ich Maschinenbau mit Schwerpunkt Fahrzeugtechnik am KIT in Karlsruhe. Torsionsfedern sind Thema meiner Abschlussarbeit. Ein Thema, das momentan in Ihrer Entwicklungsabteilung sehr wichtig ist. […]“

Wichtig ist, dass Sie die relevanten Informationen in kurzer Zeit mitteilen und sich nicht mit Umschreibungen aufhalten. Auch beim Small-talk bei Veranstaltungen ist es für Ihr Gegenüber wichtig, Sie schnell einschätzen zu können. So können Sie eventuell ins Gespräch miteinander kommen.

Abwandlungen des Elevator Pitchs:

  • In einer Vorstellungsrunde sollen Sie drei Begriffe (oder Hashtags) nennen, die Sie charakterisieren. Auch hier hilft es, wenn Sie konkrete, bildhafte Begriffe verwenden. Oft empfiehlt es sich, einen witzigen Begriff aus dem Privaten zu nennen. Zum Beispiel: #Trainerin #Karriere #Urlaubsmuffel.
  • In der Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch stehen Ihnen fünf bis sieben Minuten zur Verfügung. Auch hier gilt: Werden Sie lieber konkret, nennen Sie Namen, Zahlen, Daten, Fakten. Ihr Gegenüber kann es sich besser merken, wenn Sie sagen: „… habe ich sechs Monate Praktikum in der Motorenentwicklung bei Porsche in Stuttgart gemacht“, als wenn Sie anführen „bei einem Automobilhersteller im Süddeutschen“.

Wichtig zu wissen:

Einen Elevator Pitch entwickelt man nicht mal eben so, und er bleibt auch nicht immer gleich. Wichtig ist aber, sich mit der Idee zu beschäftigen. Schreiben Sie Ihren Pitch mal auf, über ihn vor dem Spiegel (das zeigt schon viel!) zu üben und testen Sie ihn mal bei Freunden und Kollegen.

Elevator Pitch. Bild: totti/photocase.de

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2016 UTE BLINDERT, KÖLN.

Ute Blindert

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